50.000 gegen Atomkraft in Berlin

Saturday, September 5. 2009, 19:10
Ich glaub mehr brauch ich gerade nicht zu schreiben, das spricht für sich selbst.

Bilder von der Demo

Transparentaktion am »Molecule Man« in Berlin

Tuesday, March 3. 2009, 12:34
Transpi an Molecule ManDer Molecule Man wurde heute von einigen Aktivisten bestiegen, die ein Transparent mit der Aufschrift »Atommafia versenken« daran anbrachten.

Die Aktion ist Teil einer Aktionswoche gegen RWE wegen dessen Beteiligung am Atomkraftwerk Belene in Bulgarien. Das Projekt ist auch im Aufsichtsrat von RWE strittig. Die Allianz, vor deren Gebäude die Aktion stattfand, könnte direkten Einfluss auf die Entscheidung üben.

Indymedia-Bericht
Infos zur Aktionswoche bei Urgewald

Update: Es gibt ein Video der Aktion bei kanalB.

Atomkraft in Finnland

Sunday, February 22. 2009, 21:09
Wie ich hier ja berichtet hatte, war ich im Oktober in Finnland unterwegs, um internationale Kontakte in der Anti-Atom-Bewegung zu knüpfen.

Als Ergebnis davon gibt es im aktuellen Robin Wood-Magazin einen Artikel, der die politische Situation in Finnland um neue AKWs und Uranabbau beschreibt.

Im Wendland angekommen

Saturday, November 8. 2008, 10:18
Castor-Camp in HitzackerBin gestern abend im Anti-Castor-Camp in Hitzacker angekommen. Und mit einigen Mühen habe ich es auch geschafft, mich ins hiesige Freifunk-Netz einzuklingen.

Einen aktuellen Ticker gibt's hier, den aktuellen Standort hier. Weil Microblogging ja heutzutage modern ist, gibt's sogar einen Twitter-Feed.

Wendlandcamp

Monday, July 30. 2007, 17:33
AccesspointBin seit gestern auf dem Wendlandcamp. Wie man sieht, hat sich der Freifunk Wendlandcamp schon ausgebreitet.

Weg...

Friday, November 10. 2006, 18:56
Castor... Richtung Wendland.

Indymedia berichtet

Censorship: Secret document about european nuclear reactor EPR

Friday, May 19. 2006, 23:32
Secret EPR documentThis tuesday, Stephane Lhomme, a french anti nuclear activist, has been arested for 14 hours because he has published a document about the new european nuclear reactor type EPR.

In France, there is a law that confidential information about nuclear plants is kept as a military secret. This has been established some years ago to prevent activists from publishing the timetable of nuclear transports because of the protest against them. It's purpose is obviously not to secure anything, but to censor activities against nuclear power.

Réseau »Sortir du nucléaire« (network of french anti nuclear groups) and other organizations are now calling to spread this document.

Ein strahlender Zug...

Sunday, November 20. 2005, 21:23
Castor bei Maximiliansau... fuhr heute durch Karlsruhe.

Atomkraftwerke stilllegen (Demonstration in Karlsruhe)

Tuesday, October 25. 2005, 21:48
Atomkraft? Nein dankeAuch wenn das Thema gerade alles andere als in ist, überall von der "Renaissance der Atomkraft" schwadroniert wird, das Märchen von AKWs für den Klimaschutz wieder aufgewärmt wird und eine Atomlobby-Organisation den Friedensnobelpreis erhalten soll, gibt es ein paar Unverbesserliche, die nach wie vor Widerstand leisten gegen eine Technologie, die täglich tausende von Menschenleben bedroht, bereits im Normalbetrieb Leukämie verursacht, in den Uranabbaugebieten die Landschaft für endlose Zeit verstrahlt und vieles mehr.

Demonstration | 29.10.05 | 13.00 Uhr | Karlsruhe, Marktplatz
ausgestrahlt
Atomkraftwerke stilllegen!
Umsteigen - auf erneuerbare Energien!


Am 5. November Demonstration in Lüneburg, ab dem 19./20. November wird der nächste Castor-Transport nach Gorleben erwartet.

www.castor-stoppen.de

Danke für die Ehrlichkeit

Sunday, September 18. 2005, 15:29
Nachdem mir gestern wie geschrieben schon ein Kandidat der Linkspartei erklärte, dass es eigentlich garnix bringt, sie zu wählen, erhielt ich heute diese doch bemerkenswert ehrliche Antwort von den Grünen auf einige Fragen von mir:
"Noch werden in Deutschland fast Zweidrittel der Energie-Forschungsgelder für kerntechnische Sicherheitsforschung und Kernfusionsforschung ausgegeben."

Ok. Ich wiederhole das nochmal deutlich:
Die rot-GRÜNE Bundesregierung, die angeblich einen ATOMAUSSTIEG beschlossen hat, gibt ZWEI DRITTEL ihrer Energie-Forschungsgelder für ATOMENERGIE aus.
Muss man das noch kommentieren?

Die ökologischen Freunde der Atomkraft

Sunday, July 24. 2005, 20:10
Viel wird in letzter Zeit geredet von der Reinaissance der Atomkraft. Gerne verweist man dabei auf "Kronzeugen", auf waschechte Ökos, die endlich "vernünftig" wurden, sich den Argumenten der "Wissenschaft" (dazu später mehr) gebeugt haben und endlich einsehen, dass Atomkraft die einzig wahre ökologische Energiequelle ist. Schaut man sich die Leute mal etwas genauer an, kommen dabei doch recht fragwürdige Gestalten zum Vorschein.
Zwei besonders oft zitierten Pro-Atom-Ökos, Patrick Moore und James Lovelook, widme ich diesen Beitrag.

Patrick Moore

Patrick Moore, früher bei Greenpeace aktiv, arbeitet heute als Lobbyist für die British Columbia Forest Alliance, eine Lobbyorganisation der kanadischen Holzindustrie. Die Lobbyarbeit der British Columbia Forest Alliance wird übernommen von Burson-Marsteller, dem weltweiten Marktführer in Public Relations. Für die Umweltbewegung keine unbekannte Firma.
Dass Patrick Moore sich bei diesem Arbeitgeber auch für Atomkraft erwärmen kann, ist keine Überraschung - Burson-Marsteller-Kunde war seinerzeit auch die Firma Babcock & Wilcox - Betreiber des Atomreaktors in Three Mile Island, in dem sich 1979 der größten Atomunfall neben Tschernobyl ereignete.

James Lovelock

Ein gänzlich anderes Bild gibt der Engländer James Lovelock ab. Letztes Jahr erhielt er weltweit Aufmerksamkeit für seine Forderung "Nuclear power is the only green solution". Lovelock ist nebenbei Erfinder der "GAIA-Hypothese", nach der die Erde ein lebender Organismus ist, den es zu schützen gilt. Lovelock legte damit den ideologischen Grundstein für die Bewegung der "Tiefenökologie", eine Strömung besonders ausgefallener Spinner, die man leider auf Umweltkongressen immer wieder antrifft.
Vielleicht sollte die Umweltbewegung Lovelocks Äußerungen eher zum Anlaß nehmen, sich endlich von Erdanbetern und ähnlichen esoterischen Spinnern zu emanzipieren, statt die völlig legitime Kritik an der Atomkraft in Frage zu stellen.

Schönauer Stromrebellen gewinnen Prozess um Netzkauf

Wednesday, July 20. 2005, 23:58
Schon vor einigen Tagen passiert, ich hab's jetzt erst mitbekommen: Die Elektrizitätswerke Schönau haben den seit Jahren laufenden Prozess gegen die Energiedienst AG (ehemals Kraftwerk Rheinfelden, KWR) um den Netzkauf gewonnen.

Die Elektrizitätswerke Schönau sind hervorgegangen aus einer Bürgerinitiative, die sich nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im kleinen Städtchen Schönau im Schwarzwald gegründet hat. Ihr Ziel: Das Stromnetz der Gemeinde aufkaufen und selbst ohne Atomstrom zu betreiben. Der damalige Netzbetreiber KWR verlangte für das Stromnetz einen deutlich zu hohen Preis. Durch Spenden konnte das Geld damals trotzdem aufgebracht werden, jetzt erhalten die EWS ca. 1 Millionen EUR zurück, die sie in eine Stiftung investieren, die den Bau von regenerativen Energieanlagen fördert.
Ein pikantes Detail: Eine Tochtergesellschaft der Energiedienst AG, die Naturenergie AG, versucht heute selber, auf dem Ökostrommarkt Fuß zu fassen, obwohl sie jahrelang eines der ambitioniertesten Projekte in diesem Bereich zu verhindern versucht haben.

Eine erfreuliche Entwicklung, nicht zuletzt sind die Elektrizitätswerke Schönau meiner Meinung nach eines der sympatischsten und konsequentesten Öko-Unternehmen überhaupt. Tipp: JedeR kann Kunde bei den Elektrizitätswerken Schönau werden und insbesondere für kleine Haushalte ist es auch garnicht so teuer (manchmal sogar billiger). Angesichts des gerade jetzt im Bundestagswahlkampf zu hörenden Gerede von einer Renaissance der Atomenergie sicher ein sinnvoller Schritt.

Technischer Machbarkeitswahn und energiepolitischer Unsinn (Kernfusion)

Thursday, June 30. 2005, 00:36
Die letzten Tage machte die Meldung Schlagzeilen, dass nun in Frankreich der Kernfusionsreaktor ITER gebaut werden soll. Leider wird immer noch allzu häufig das Märchen von der unerschöpflichen, sauberen Energiequelle heruntergebetet, was doch allzusehr an die frühen Versprechungen der Atom(spaltungs)technologie erinnert.

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Rot-Grüne Wahrheitsinterpretationen

Sunday, June 26. 2005, 11:03
Das Bundesumweltministerium gibt eine Broschüre mit dem Titel Kurs halten in der Umweltpolitik heraus. Darin findet man einen Abschnitt "Atomausstieg fortsetzen" über den sogenannten rot-grünen Atomausstieg und darin die Überschrift
Das dritte Atomkraftwerk ist abgeschaltet
Nun, ich hab eine Weile darüber nachgedacht. Eigentlich halte ich mich in atompolitischen Fragen für halbwegs informiert, deshalb hätte es mich doch gewundert, wenn mir die Abschaltung eines Atomkraftwerks entgangen wäre. Ich kam aber auch nach mehrmaligem ausführlichen Nachzählen nur auf zwei (Obrigheim und Stade). Was dann im Text steht, verwundert doch etwas: "Schon mit der 2002 unterzeichneten Ausstiegsvereinbarung wurde das Ende des Atomkraftwerks Mülheim-Kärlich besiegelt."
Das Atomkraftwerk Mühlheim-Kährlich wurde bereits 1988 stillgelegt und zwar nicht durch eine politische Entscheidung, sondern durch das Bundesverwaltungsgericht. Die Interpretation ist schon äußerst interessant, einen Vorfall, der zu Zeiten der Vorgängerregierung passierte, in die eigene Erfolgsbilanz aufzunehmen.

Nun könnte man ja auf die Idee kommen, zwei AKWs stillgelegt, ist immer noch ein Erfolg. Das stimmt leider aber auch nicht. Das AKW Stade wurde 2003 freiwillig von e-on aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt. Nach dem Atomkonsens hätten sie es noch einige Jahre weiterbetreiben können.
Nicht viel besser sieht es beim AKW Obrigheim aus. Es hätte bereits 2002 stillgelegt werden sollen. Durch eine Sondervereinbarung zwischen Gerhard Schröder und der EnBW durfte das Kraftwerk einige Jahre länger am Netz bleiben. Also gilt auch für Obrigheim: Es lief, solange die Betreiber es wollten.

Fazit: Kein einziges Atomkraftwerk wurde wegen rot-grüner Atompolitik stillgelegt. Die beiden Anlagen Obrigheim und Stade wurden aus wirtschaftlichen Gründen abgeschaltet, dies wäre aller Warscheinlichkeit auch unter jeder anderen Regierung passiert. Mühlheim-Kährlich wurde schon zehn Jahre vor rot-grün stillgelegt, es wäre definitiv nie wieder ans Netz gegangen, völlig unabhängig davon, wer regiert.
Der einzige Unterschied besteht wohl darin, dass die Grünen "Ausstiegsfeste" feiern. Die alltägliche Bedrohung durch einen möglichen Super-GAU, die Strahlung im Normalbetrieb und das ungelöste Atommüllproblem werden dadurch nicht weniger

Merkel, die Atomministerin

Wednesday, June 8. 2005, 22:03
Castor in Wörth"Die Standsicherheit des Endlagers (Morsleben) und der betroffenen Versturzkammern, aber auch der Hohlräume darüber und darunter, ist für die nächsten Jahrzehnte gegeben." Angela Merkel 1997, Quelle: Greenpeace

Atommüll-Endlager Morsleben droht der Einsturz Die Welt, 3.7.2001

Der Castor-Skandal zeigt: Selbstkontrolle der Atomindustrie ist nicht genug Die Zeit, 28.5.1998

"Ein ähnlich skandalöses Hintergehen seiner Bürgerinnen und Bürger sei nur noch in Diktaturen oder den korrupten Strukturen einer Bananenrepublik denkbar." Gewerkschaft der Polizei, 22.5. 1998

Merkels Beamte wissen seit Jahren von Castor-Flecken taz, 12.6.1998

Wie schnell die Dinge doch in vergessenheit geraten, merkte ich gerade, als ich zu einem Thema recherchiert habe, das nun schon 7 bzw. 8 Jahre her ist. Angela Merkel, die sich heute lautstark für die Interssen der Atomindustrie zu Wort meldete, war von 1994 bis 1998 Umweltministerin der Regierung Kohl und in diesem Amt für mehrere Skandale verantwortlich.
Jahrelang erklärte Merkel, das ehemalige DDR-Atommülllager Morsleben sei sicher (Zitat oben). 1998 entschied das Oberverwaltungsgericht Magdeburg, dass wegen Einsturzgefahr kein weiterer Atommüll in Morsleben eingelagert werden dürfe. 2001 stürzte ein mehrere Tonnen schwerer Salzbrocken von der Decke des "sicheren" Endlagers.
1998 wurde bekannt, dass über Jahre hinweg Verstrahlungen an Castor-Behältern teilweise um das tausendfache über den zulässigen Grenzwerten lagen. Dies brachte selbst den damaligen Vorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei Hermann Lutz dazu, die Verhältnisse in Deutschland mit denen in einer Diktatur oder Bananenrepublik zu vergleichen.

Link: Seite über Morsleben der Greenkids Magdeburg
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