2500 gegen Kohlekraftwerk Main/Wiesbaden
Saturday, May 12. 2007, 23:19
Nachfolgenden Kurzbericht hab ich eben auf Indymedia veröffentlicht:
2500 Menschen versammelten sich heute, um gegen den Neubau eines Kohlekraftwerks zwischen Main und Wiesbaden zu demonstrieren.
Während in Sonntagsreden die Wichtigkeit und Dringlichkeit des Klimaschutzes allenthalben betont wird, steht Deutschland vor dem massiven Ausbau der Kohleverstromung. CO2-Schleudern, die heute gebaut und für die nächsten Jahrzehnte laufen sollen. Selbst von der EU-Kommission erhielt Deutschland kürzlich einen Rüffel.
2500 Menschen versammelten sich bei meist schönem Wetter (einzelne Regentropfen konnten die Stimmung kaum trüben), zwei Demonstrationszüge trafen sich auf einer Rheinbrücke in Sichtweite zum Kraftwerksstandort. Während sich im Publikum reichlich Parteienvertreter tummelten, ließ es sich einer der Redner nicht nehmen, darauf hinzuweisen, dass Vertreter selbiger Parteien vor allem dann besonders aktiv gegen das Kohlekraftwerk sind, wenn sie in ihrer Stadt gerade Opposition darstellen.
Deutlich gemacht wurde auch, dass die Diskussion um die Alternativen Kohle- und Atomstrom keine ist, auf die man sich einlassen sollte. Die Redebeiträge waren garniert mit nur allzu surrealen Anekdoten aus den Diskussionen mit Befürwortern des Neubaus. So wurde der Initiative wohl vorgehalten, bevor man in Deutschland über CO2-Reduktion redet, sollen doch erstmal China und Indien ihre CO2-Emissionen reduzieren.
Desweiteren wurde eine CDU-Stadträtin zitiert, welche die Kapazitäten für Windenergie in Mainz für erschöpft hielt - bei ganzen drei Windrädern auf Mainzer Gebiet.
Artikel beim AKU Wiesbaden
Während in Sonntagsreden die Wichtigkeit und Dringlichkeit des Klimaschutzes allenthalben betont wird, steht Deutschland vor dem massiven Ausbau der Kohleverstromung. CO2-Schleudern, die heute gebaut und für die nächsten Jahrzehnte laufen sollen. Selbst von der EU-Kommission erhielt Deutschland kürzlich einen Rüffel.
2500 Menschen versammelten sich bei meist schönem Wetter (einzelne Regentropfen konnten die Stimmung kaum trüben), zwei Demonstrationszüge trafen sich auf einer Rheinbrücke in Sichtweite zum Kraftwerksstandort. Während sich im Publikum reichlich Parteienvertreter tummelten, ließ es sich einer der Redner nicht nehmen, darauf hinzuweisen, dass Vertreter selbiger Parteien vor allem dann besonders aktiv gegen das Kohlekraftwerk sind, wenn sie in ihrer Stadt gerade Opposition darstellen.
Deutlich gemacht wurde auch, dass die Diskussion um die Alternativen Kohle- und Atomstrom keine ist, auf die man sich einlassen sollte. Die Redebeiträge waren garniert mit nur allzu surrealen Anekdoten aus den Diskussionen mit Befürwortern des Neubaus. So wurde der Initiative wohl vorgehalten, bevor man in Deutschland über CO2-Reduktion redet, sollen doch erstmal China und Indien ihre CO2-Emissionen reduzieren.
Desweiteren wurde eine CDU-Stadträtin zitiert, welche die Kapazitäten für Windenergie in Mainz für erschöpft hielt - bei ganzen drei Windrädern auf Mainzer Gebiet.
Artikel beim AKU Wiesbaden
Klimaschutz
Saturday, May 5. 2007, 14:14
Angesichts der allgegenwärtigen Sonntagsreden in Sachen Klimaschutz ein kleines Paradebeispiel, wie sowas dann in Realität aussieht.
Die Stadt Karlsruhe fährt momentan eine Kampagne unter dem Titel Klimaschutz - so geht's in Kooperation mit Schulen. Schüler sollen sich dem Klimaschutz »als einer der wichtigsten Aufgaben der Zukunft alters- und fächerübergreifend [...] widmen«, und das ganze im Kontext des Lieblingspapier aller bürgerlichen Umweltverbände, der Agenda 21. Dafür gibt's sogar schöne bunte Plakate, die an Karlsruher Straßenbahnhaltestellen kleben.
Gleichzeitig plant die EnBW ab 2008 ein Steinkohlekraftwerk in Karlsruhe zu bauen. Aber das hat sicher nichts miteinander zu tun.
Nachtrag: Bei der Gelegenheit gleich erwähnenswert: Am 12. Mai Demo gegen Neubau des Kohlekraftwerks Mainz/Wiesbaden.
Die Stadt Karlsruhe fährt momentan eine Kampagne unter dem Titel Klimaschutz - so geht's in Kooperation mit Schulen. Schüler sollen sich dem Klimaschutz »als einer der wichtigsten Aufgaben der Zukunft alters- und fächerübergreifend [...] widmen«, und das ganze im Kontext des Lieblingspapier aller bürgerlichen Umweltverbände, der Agenda 21. Dafür gibt's sogar schöne bunte Plakate, die an Karlsruher Straßenbahnhaltestellen kleben.
Gleichzeitig plant die EnBW ab 2008 ein Steinkohlekraftwerk in Karlsruhe zu bauen. Aber das hat sicher nichts miteinander zu tun.
Nachtrag: Bei der Gelegenheit gleich erwähnenswert: Am 12. Mai Demo gegen Neubau des Kohlekraftwerks Mainz/Wiesbaden.
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